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Was ist Napo?
Napo-Apps
App-Bündel
Wie arbeitet Napo?
Hardware-Anforderungen
Entwurfsziele
Benutzerhandbuch
Versionsgeschichte
Einige Anmerkungen
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Was ist Napo?

Napo ist "not a pipe organ", d.h. Napo ist keine Pfeifenorgel, aber es ermöglicht Ihnen, mit Hilfe von MIDI-Klaviaturen und einem iOS-Gerät Orgelmusik zu spielen. Es ist ein iOS-Framework für virtuelle Pfeifenorgel-Apps, das sich aus den freien Apps StrandOrgan 1.0 und StrandOrgan 2.0 entwickelt hat. StrandOrgan bleibt frei und dient als Vorzeigeprojekt für die anderen Apps, die auf Napo basieren. Vor dem Kauf einer der anderen Napo-Apps kann man so mittels StrandOrgan oder Jeux d'orgues Mini prüfen, ob ein iOS-Gerät eine hinreichende Polyphonie liefert und ob Napo gut mit vorhandener MIDI-Hardware zusammenarbeitet. Im Falle eines iPad 2 oder iPhone 5 oder besser können hierfür auch die Apps Burea3o, Pitea3o und MarcMoerd3o dienen.

Um Napo-Apps im Einsatz zu sehen, schauen Sie bitte in den polaron.de YouTube-Kanal http://youtube.com/c/PolaronDe/.

Datenschutzerklärung

Dies ist die von Apple vorgeschriebene Datengeschutzerklärung: Datenschutzerklärung für Napo-Apps

Napo-Apps

550 MB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.20
freigegeben 2018-02-16
Frei
349 MB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.20
freigegeben 2018-04-23
Preisstufe 19
167 MB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.20
freigegeben 2018-02-20
Preisstufe 10
162 MB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.22
freigegeben 2018-12-08
Frei
346 MB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.20
freigegeben 2018-02-28
Preisstufe 31
680 MB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.20
freigegeben 2018-02-20
Preisstufe 31
1.4 GB MB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.17
freigegeben 2017-10-16
Frei (a)
1.4 GB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.20
freigegeben 2018-02-24
Preisstufe 55
515 MB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.20
freigegeben 2018-02-20
Preisstufe 31
1.3 GB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.17
freigegeben 2017-10-16
Frei (a)
1.3 GB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.20
freigegeben 2018-02-24
Preisstufe 55
1.9 GB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.17
freigegeben 2017-10-16
Frei (a)
1.9 GB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.20
freigegeben 2018-02-24
Preisstufe 55
580 MB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.21
freigegeben 2018-06-13
Preisstufe 18
468 MB Sample-Daten
gebaut mit Napo 4.20
freigegeben 2018-02-28
Preisstufe 18
1.2 GB Sample-Daten
built with Napo 4.21
kommt demnächst
kommt demnächst

(a) Mit Burea3o, Pitea3o und MarcMoerd3o können beim Spielen über MIDI nur die mittleren drei Oktaven der Samplesets verwendet werden. Davon abgesehen sind diese Apps gleich wie Burea, Pitea, MarcMoerd.

App-Bündel

App-Bündel geben Ihnen die Möglichkeit, eine Sammlung von Apps für einen geringeren Preis als die Summe der Einzelpreise zu bekommen. Wenn Sie schon eine App gekauft haben, die auch als Teil eines Bündels erhältlich ist, dann können Sie das Bündel für einen ermäßigten Preis vervollständigen. Wenn Sie zum Beispiel schon Burea gekauft haben, so erhalten Sie BureaMini kostenlos. Oder Sie können BureaMini zuerst erwerben und, falls Sie es mögen, Pitea für einen entsprechend ermäßigten Preis hinzufügen. Bitte beachten Sie hierzu auch die unten folgenden Hinweise.

Gegenwärtig gibt es die folgenden Bündel von Napo-Apps:

Burea + BureaMini
Preisstufe 55
freigegeben 2015-09-03
Pitea + PiteaMini
Preisstufe 55
freigegeben 2015-09-03
BureaMini + PiteaMini
Preisstufe 36
freigegeben 2017-10-13
Burea + Pitea
Preisstufe 56
freigegeben 2017-10-13
Zell ET + Zell MT
Preisstufe 18
freigegeben 2017-12-21

Wichtige Hinweise:

Wenn der App-Store den Preis berechnet, den Sie für die Vervollständigung eines Bündels zahlen müssen, berücksichtigt er nur, wieviel Sie zuvor für Apps im Bündel bezahlt haben, aber nicht, wieviel Sie für In-App-Einkäufe in diesen Apps ausgegeben haben. Daher ergibt es für Anwender, die in der Vergangenheit die freien Versionen von Burea oder Pitea heruntergeladen und vielleicht den damaligen "Alle Noten"-In-App-Einkauf vollzogen haben, keinen Sinn, das entsprechende Bündel zu vervollständigen, und somit bietet der App-Store eine Vervollständigung für diese Anwender nicht an. Wir sehen leider keine Möglichkeit, diese Eigenart des App-Stores zu umgehen.

Ferner: Falls Sie das Bündel BureaMini + PiteaMini haben und auf die 'Vollausstattung' aller Burea- und Pitea-Apps erweitern möchten, dann kaufen Sie nicht gleich das Bündel Burea + Pitea, denn das wäre keine Erweiterung Ihrer vorhandenen Apps und würde daher die volle Preisstufe 56 kosten. Statt dessen nehmen Sie bitte zunächst das Bündel BureaMini + Burea und erst anschließend das Bündel Burea + Pitea. Dies sollte wesentlich weniger kosten.

Wie arbeitet Napo?

Verbinden Sie ein MIDI-Keyboard mit Ihrem iOS-Gerät. Starten Sie die Napo-App Ihrer Wahl. Konfigurieren Sie den MIDI-Kanal in der Einstellungen-Sicht der App, falls nicht bereits geschehen. Wählen Sie Orgelregister in der Spieltisch-Sicht der App. Drücken Sie Tasten auf der MIDI-Klaviatur. Das iOS-Gerät erzeugt den Ton, den Sie mit Kopfhörern oder externen Lautsprechern anhören können (die internen Lautsprecher eines iOS-Geräts werden dem Orgelklang nicht gerecht). Für Orgeln mit mehreren Manualen und Pedal ist es sinnvoll, die entsprechende Anzahl an MIDI-Keyboards und ein MIDI-Pedal anzuschließen.

Um den Klang einer Pfeifenorgel wiederzugeben, beinhaltet eine Napo-App ein Sampleset, was im Prinzip eine Sammlung von WAV-Dateien ist (Aufnahmen der Orgelpfeifen, üblicherweise in CD-Qualität). Die App verfolgt Note-an- und Note-aus-Kommandos, die über MIDI empfangen werden, und Registerwechsel, die man am Touch-Screen oder über MIDI macht. Sie liest die Sampledaten der aktiven Pfeifen und berechnet den sich ergebenden Klang. Das mag einfach klingen, aber unter den Beschränkungen eines mobilen Geräts ist es alles andere als trivial, dutzende oder hunderte Stimmen gleichzeitig in hoher Qualität wiederzugeben. Die Entwicklung des Frameworks hat Monate gebraucht. Es ist kein Zufall, daß andere virtuelle Pfeifenorgel-Apps unter iOS in Bezug auf Polyphonie und Klangqualität eher enttäuschen und hinsichtlich musikalischen Werts verglichen mit Napo-Apps kaum mehr als Kinderkram sind.

Napo ist in der Lage, mit Samplesets mit hunderten von WAV-Dateien und mehreren Gigabyte Daten umzugehen. Es macht ausgiebigen Gebrauch von Apples Grand Central Dispatch-Technologie (GCD) und von der vDSP-Bibliothek aus Apples Accelerate-Framework. Selbstverständlich benutzt es alle verfügbaren Prozessorkerne und wird daher auf künftigen Vier- und Mehrprozessorgeräten ohne Umstände noch besser laufen.

Bitte seien Sie sich im Klaren, daß es nicht ratsam ist, eine Napo-App für Live-Konzerte oder für Kirchendienste einzusetzen. Obwohl wir unser bestes geben, um verläßiches Arbeiten der Software zu erreichen, kann eine Tablet-App nicht die Betriebssicherheit einer elektronischen Kirchenorgel mit spezialisierter Hardware oder einer echten Pfeifenorgel erreichen. Wir sehen unsere Apps nicht als Ersatz für herkömmliche Instrumente, sondern eher als eine Ergänzung, die Ihnen einen einfachen Weg öffnet, mit einigen sehr unterschiedlichen Orgeln zu spielen – eine Möglichkeit, die keine herkömmliche Digitalorgel (oder gar Pfeifenorgel) bietet.

Hardware-Anforderungen

Napo läuft auf iOS 5- bis iOS 9-Geräten, auf iPhone und iPod touch ebenso wie auf dem iPad. Einige Apps sind nur für das iPad gedacht. Die erreichbare Polyphonie hängt von der Rechen- und I/O-Leistung und auch von den Eigenschaften des Samplesets (Anzahl und Größe der Dateien, Abtastfrequenz, Länge der Loops) ab. Um den Faltungshall zu benutzen, den es seit Napo 3.3 gibt, wird mindestens ein A6/A6X-Prozessor (iPad 4, iPhone 5 oder besser) empfohlen.

Wegen des großen Umfangs der Samplesets sollten Sie sicherstellen, daß Ihr Gerät genügend freien SSD-Platz hat, ehe Sie versuchen, eine Napo-App zu installieren. Falls Sie vorhaben, auch heruntergerechnete Klänge (22050 Hz statt 44100 Hz oder 24000 Hz statt 48000 Hz) zu verwenden, dann brauchen Sie zusätzliche 50% der Größe, die im App Store angegeben ist.

Um ein MIDI-Keyboard zu verwenden, brauchen Sie einen MIDI-Adapter für den Dock-Anschluß (30-Pin oder Lightning, abhängig von Ihrem Gerät). Napo ist mit dem iRig MIDI und mit dem Line 6 Midi Mobilizer II, es sollte aber jeder CoreMidi-kompatible Adapter gehen. Stecken Sie den Adapter in den Dock-Anschluß des Geräts und verwenden Sie ein geeignetes Kabel, um den MIDI-In-Anschluß des Adapters mit dem fünfpoligen MIDI-Out-Anschluß Ihres Keyboards zu verbinden.

Mit dem iPad und ebenso mit neueren iPhones und iOS 8 oder später kann man statt dessen auch den USB-Adapter eines Camera Connection Kit (CCK) und entweder ein MIDI-Keyboard mit USB-Anschluß oder ein MIDI-Keyboard mit fünfpoligem Anschluß und einen zusätzlichen MIDI-USB-Konverter benutzen.

Um auf mehreren MIDI-Keyboards und vielleicht einem MIDI-Pedal zu spielen, müssen Sie die Keyboards und das Pedal über MIDI verketten oder einen zusätzlichen MIDI-Mixer verwenden. Es sind auch Interfaces erhältlich, die gleich zwei oder mehrere MIDI-Eingänge zur Verfügung stellen.

Obwohl Napo dafür gedacht ist, über echte Klaviaturen bedient zu werden, gibt es (ab Napo 4.0) interne virtuelle Klaviaturen, mit denen Sie ohne zusätzliche Hard- oder Software spielen können, siehe Benutzerhandbuch, Spieltisch-Sicht. Natürlich taugt dies nur als Notbehelf und für einfachste Musikstücke. Außerdem unterstützt Napo Netzwerk-MIDI (auch als RTP-MIDI bekannt), Virtuelles MIDI (ab Napo 3.0) und MIDI über Bluetooth (ab Napo 4.5; Suche nach Peripheriegeräten ab Napo 4.22). Mittels Virtuellem MIDI können Sie Napo durch andere, auf dem gleichen Gerät laufende Apps steuern, wie etwa MIDI-Sequenzer or Klaviatur-Apps (wenn diese Virtuelles MIDI unterstützen). Für ein Beispiel mit der App ChordMaps2 siehe hier. Mit Netzwerk-MIDI und MIDI über Bluetooth können Sie eine Napo-App durch andere Geräte steuern, zum Beispiel ein mit einem Mac-Computer verbundenes MIDI-Keyboard (benutzen Sie das Audio-MIDI-Setup auf dem Mac, um eine geeignete Sitzung zu erstellen), oder durch Apps, die auf dem gleichen oder einem anderen Gerät laufen.

Entwurfsziele

Napo wurde mit den folgenden sieben Zielsetzungen entwickelt:

  1. Robustheit: Es ist äußerst ärgerlich, wenn eine Musik-App nicht stabil läuft oder sogar abstürzt, während Sie spielen. Daher wurde bei der Implementierung und den Tests von Napo höchste Sorgfalt verwendet. Die Apps müssen mit Fehlern im MIDI-Datenstrom ebenso zurechtkommen wie mit Prozessor- und Speicher- oder SSD-Bandbreiten-Überlastzuständen. In über zehn Monaten Verfügbarkeit von StrandOrgan 1.0 and 2.0 wurde kein einziger Fehler oder Absturz gemeldet. Dennoch wird Software dieser funktionellen Komplexität kaum je vollkommen sein, und wenn neue Funktionalität hinzukommt, können sich immer auch neue Bugs einschleichen. Bitte melden Sie alle Probleme, denen Sie in einer Napo-App begegnen, damit diese möglichst schnell beseitigt werden können.
  2. Siehe 1.
  3. Siehe 1.
  4. Klangqualität: Napo liefert Ihnen die volle Qualität der Samplesets, die üblicherweise dem CD-Standard (16 Bit bei 44100 Hz in Stereo) entsprechen. Die interne Verarbeitung der Klangdaten läuft mit 32-Bit-Fließkommazahlen. Falls Ihrem Gerät Rechen- oder I/O-Leistung fehlt, können Sie zu heruntergerechneten Klängen wechseln. Dies bewirkt allerdings einen Verlust an Klangqualität.
  5. Einfache Installation: Napo-Apps sind eigenständig. Sie brauchen lediglich die App in der bekannten einfachen Weise aus dem App-Store zu installieren. Es ist nicht nötig, das Sampleset oder sonst irgendetwas runterzuladen und zu installieren (das mag sich in Zukunft ändern, um das wiederholte Runterladen des Samplesets bei Aktualisierungen der App zu vermeiden). Die Support-Seite jeder Napo-App liefert Hinweise, wo Sie das entsprechende Sampleset bekommen können, falls Sie es mit anderer Software verwenden möchten.
  6. Einfache Benutzung: Es gibt für herkömmliche Betriebssysteme Programme für virtuelle Pfeifenorgeln, die eine unglaubliche Flexibilität bieten, aber der Anwender muß einen Haufen Zeit mit dem Konfigurieren des Systems und vielleicht sogar mit der Installation zusätzlicher Treibersoftware verbringen. Das ist nett für Leute, die gerne herumbasteln oder die vielen Möglichkeiten dieser Anwendungen brauchen. Demgegenüber richten sich Napo-Apps an Organisten und Organistinnen auf der Suche nach einer einfachen Lösung, die dennoch herausragenden Klang bietet. Leute, die lieber musizieren, als sich mit den Schrullen eines Computers und Betriebssystems herumzuärgern. Nach dem Installieren einer Napo-App (ein Klick im App-Store) verbinden Sie im Idealfall ein MIDI-Keyboard und Kopfhörer/Lautsprecher mit Ihrem iOS-Gerät, starten die App und können sofort mit dem Spielen loslegen.
  7. Sofort an: Sogar im Falle eines Kaltstarts braucht eine Napo-App keine nennenswerte Startzeit. Tippen Sie auf das App-Icon, wählen Sie Register und beginnen Sie zu spielen. Es ist nicht nötig, sich einen Kaffee zu kochen oder die Noten zum x-ten Mal zu ordnen, während man wartet, bis die Software hochgefahren ist. Sie können im Handumdrehen zu einer anderen Orgel wechseln oder sogar zwei Napo-Apps gleichzeitig verwenden (eine davon im Hintergrund) und zwei Keyboards benutzen, um sie zusammen zu spielen. Seit Napo 3.4 können Sie den schnellen Orgelwechsel benutzen, um noch flotter zu einer anderen Orgel zu fliegen.

Benutzerhandbuch

Während StrandOrgan 1.0 noch ein einfaches Anwenderinterface mit nur einer Ansicht hatte, haben die Apps seit Napo 2.0 mehrere Ansichten, die über Reiter zugänglich sind. Bei Napo geht es um Klang, nicht um Grafik. Das Interface ist einfach und zweckmäßig gehalten und versucht, klassische Organisten anzusprechen. Die meiste Zeit arbeitet man lediglich mit der Spieltisch-Sicht und ihren Registerknöpfen. Diese Sicht sollte daher effizient zu benutzen und nicht mit nebensächlichen und ablenkenden Bestandteilen überfrachtet sein.

Das Benutzerhandbuch beschreibt die einzelnen Sichten von Napo und ihre Bedienung ausführlich. Man beachte aber, daß in der Regel nicht alle gerade verfügbaren Apps mit der jeweils neuesten Version von Napo gebaut sind und daher eine gegebene App möglicherweise (noch) nicht alle der genannten Funktionalitäten hat.

Versionsgeschichte

Napo entwickelt sich ständig weiter. Da jede neue Version einer App mehrerer Tage zum Testen bedarf, aktualisieren wir Apps nur, wenn eine neue Napo-Version wesentliche neue Merkmale hat. Bugfixes für schlimme Fehler jedoch werden mit höchster Dringlichkeit bearbeitet, da wir möchten, daß unsere Software zuverlässig läuft und die Bedürfnisse der Anwender erfüllt. Nochmals, bitte melden Sie Probleme jeder Art. Auch Vorschläge für funktionelle Änderungen und Erweiterungen sind willkommen.

Auf der History-Seite finden Sie eine genaue Übersicht über vergangene und gegenwärtige Napo-Versionen, ihre Eigenschaften und Unzulänglichkeiten und die Apps, die auf diesen Versionen beruhten und beruhen.

Einige Anmerkungen

Leistung (Polyphonie, Faltungshall-Längen)

Sie müssen verstehen, daß ein akkubetriebenes mobiles Gerät wie ein iPhone oder iPad nicht die Leistung eines Mehrkern-Multigigahertz-Multigigabyte-Computers liefern kann, der 100 Watt oder vielleicht noch viel mehr verbraucht und ohne leistungsfähige Lüfter gar nicht betrieben werden kann. Bis vor kurzem benötigte man einen High-End-PC oder einen spezialisierten Orgel-Expander mit digitalen Signalprozessoren, um dutzende oder hunderte hochwertige Orgelstimmen gleichzeitig wiederzugeben.

Dennoch kann man eine überraschend hohe Polyphonie erreichen. Die folgende Tabelle zeigt (sehr grobe) Polyphoniewerte der PiteaMini-App auf verschiedenen iPad-Modellen unter Verwendung von 23 Millisekunden Pufferlänge und ohne andere laufende Apps:

44100 Hz 22050 Hz
iPad 1 50 Stimmen 100 Stimmen
iPad 2/3 150 Stimmen 300 Stimmen
iPad 4 500 Stimmen 1000 Stimmen
iPad Air 1 1000 Stimmen 1500 Stimmen
iPad Air 2 1500 Stimmen 2500 Stimmen

Die Anzahl benötiger Stimmen hängt nicht nur von der gespielten Musik und von der Qualität der Sample-Dateien ab (lange Sample-Loops bewirken eine schlechtere I/O-Leistung, weil der Datei-Cache ineffizient wird), sondern auch von der simulierten Orgel / der Akustik der Kirche: Je mehr Hall, desto mehr Stimmen werden gebraucht, denn auch wenn eine Taste losgelassen wird, muß die Stimme weiterspielen, bis der Hall verklungen ist. Bei Benutzung künstlichen Halls braucht man viel weniger Stimmen. Genügsam ist dabei aber nur der iOS-Hall; der Faltungshall, den es seit Napo 3.3 gibt, ist selbst ein Leistungsfresser. Bei 44100 Hz kann man auf einem iPad 2/3 Impulsantworten von nur bis zu 1.5 Sekunden nutzen, etwa 4 Sekunden auf einem iPad 4 und etwa 10 Sekunden auf einem iPad Air 1.

Wann immer es zu einem Leistungsengpaß kommt, zeigt die App eine Flagge CPU-Überlast, I/O-Überlast or Hall-Überlast. Im Falle einer starken Überlast leidet die Klangqualität. Sie können die folgenden Gegenmaßnahmen ergreifen:

  1. Beenden Sie andere Apps. Diese sind zwar im Hintergrund, können aber trotzdem mehr Ressourcen brauchen, als Sie erwarten würden. Insbesondere Anwendungen, die hohe Lastspitzen auf der CPU oder im I/O erzeugen, können problematisch sein.
  2. Benutzen Sie lieber die Hall-Einstellung iOS statt Echt. Echt spielt die Pfeifensamples in voller Länge, d.h. einschließlich des originalen Halls der Kirche. Es ist klar, daß dies die benötigte Polyphonie gewaltig erhöht.
  3. Gehen Sie in den Flugzeugmodus. Dies verhindert, daß vom Netzwerkzugriff abhängige andere Apps oder Systemdienste im Hintergrund Aktualisierungsaufgaben erledigen.
  4. Benutzen Sie nicht den mit iOS 9 auf dem iPhone eingeführten Stromsparmodus.
  5. Schalten Sie in den Klangeinstellungen der App auf die Abtastrate 22050 Hz. Wenn Sie nicht sehr gute Ohren und Kopfhörer haben und hohe Noten spielen, werden Sie kaum einen Unterschied hören.

Audiobus-Unterstützung

Audiobus wird seit Napo 3.5 unterstützt. Der Anwender muß hierfür nichts einstellen, es läuft einfach so.

Napo 4.1 wechselte zu Audiobus 2. Leider mußte die Audiobus-Unterstützung für iOS 5/6 aufgegeben werden, um Audiobus 2 auf iOS 7 und später zu ermöglichen.

Die Zustandsspeicherung von Audiobus 2 kann verwendet werden, um die aktuellen Registereinstellungen zu speichern. Das entspricht einer Registerkombination, die in der Audiobus-App gespeichert wird.

Inter-App-Audio-Unterstützung

Es gibt in Napo gegenwärtig keine Unterstützung für IAA. Um Audiobus unter iOS 8 zu ermöglichen, mußten wir aber trotzdem allen Napo-Apps IAA-Berechtigungen geben. Als Folge werden die Apps als IAA-Instrumente z.B. in GarageBand angeboten, können aber nicht als solche benutzt werden. Wir bedauern diesen Umstand.

Unterstützung von Slide Over und Split View

Unter iOS 11 ist es auf hinreichend leistungsfähigen iPads möglich, mit zwei Apps gleichzeitig zu arbeiten, wenn beide Apps dies unterstützen, siehe support.apple.com. Ab Version 4.19 ist dies bei Napo der Fall. So läßt sich zum Beispiel eine Napo-App mit einer anderen Instrumenten-App, einem Notendarstellungsprogramm oder einer MIDI-Dateispieler-App kombinieren.

iCloud-Unterstützung

Napo unterstützt das Speichern von Dateien (Audioaufnahmen, Kombinationsbänke, gespeicherte Einstellungen) in der iCloud. Wenn man über Dateien in der iCloud / dem iCloud Drive redet, müssen allerdings zwei Arten der Speicherung unterschieden werden:

  1. Jede App hat ihren eigenen Datei-Container auf dem iCloud Drive, auf den sie unmittelbar, wie auf ein lokales Verzeichnis, zugreifen kann, wenn der Anwender das iCloud Drive für die App eingeschaltet hat. Wenn Sie z.B. lange auf eine Kombinationsbank in der Kombinationen-Sicht tippen und "In die iCloud verschieben" auswählen, so wird die Datei vom lokalen Speicher in diesen Container verschoben. Sie können darauf dann von anderen Instanzen der gleichen App zugreifen, die auf anderen Geräten laufen. Sie können jedoch nicht mit anderen Apps darauf zugreifen, nicht mit der iOS Dateien-App und auch nicht mit dem macOS Finder.
  2. Der andere Speicher ist der App-unabhängige Teil von iCloud Drive. Um zum Beispiel eine Audioaufnahme in diesen Speicher zu kopieren, tippen Sie in der Aufnahmen-Sicht lange auf die Datei, wählen "Öffnen in...", dann "in Dateien sichern" und "iCloud Drive". Auf diese Weise gespeicherte Dateien sind mit der Dateien-App unter iOS zugreifbar, mit dem Finder unter macOS und mit einem Web-Browser über den icloud.com-Dienst. Sie können auch anderen Leuten Zugriff auf diese Dateien geben. Hierfür gibt es Teilen-Funktionen in der Dateien-App unter iOS sowie auch im Finder unter macOS.

Kombinationbänke und gesicherte Einstellungen sind App-spezifisch. Sie können nicht mit anderen Apps verwendet werden als der, mit der sie erstellt wurden. Daher ist es nur sinnvoll, sie im iCloud Drive-Container der App zu speichern, und Napo bietet für diese Dateien keine "Öffnen in..."-Option an.

Audioaufnahmen andererseits können im iCloud Drive-Container der App gespeichert, aber auch wie oben beschrieben mit "Öffnen in..." geteilt werden.

Automatische Sperre

Gewöhnlich schaltet sich der Bildschirm Ihres Gerät aus, wenn er eine Zeit lang nicht berührt wurde (festgelegt in Einstellungen - Allgemein - Automatische Sperre). Vermutlich möchten Sie nicht, daß dies geschieht, während Sie orgelspielen. Sie möchten diese Einstellung aber auch nicht jedesmal anpassen, wenn Sie eine Napo-App verwenden. Daher wird die automatische Sperre unterbunden, während Sie spielen. Erst wenn keine Stimmen mehr aktiv sind, beginnt der Leerlaufzähler zu zählen, und die automatische Sperre tritt nach dem eingestellten Zeitintervall in Kraft.

App-Mitteilungen

Beginnend mit Napo 4.10 wird der 'Badge' (= Abzeichen) des App-Icons, d.h. das rote Feld rechts oben am Icon, verwendet, um einen Zähler anzuzeigen, wenn die App im Hintergrund läuft, damit man sieht, daß und wie lange noch die App MIDI-Nachrichten verarbeitet und im Hintergrund auch Ton erzeugen kann. Sonst kann es leicht geschehen, daß man unbewußt mehrere Orgel-Apps im Hintergrund laufen hat und nicht weiß, wieso und woher beim Drücken einer Taste ein Ton kommt.

Der Zähler läuft bei Inaktivität der App (d.h. kein Ton) von 999 im Sekundentakt bis 0, was ungefähr 16 Minuten ausmacht, dann verschwindet er und die App stellt die Verarbeitung ein. Wann immer die App verwendet wird und Ton erzeugt, wird der Zähler auf 999 zurückgesetzt. Wenn Audiobus läuft, bleibt der Zähler auf 999 und die App unbegrenzt verfügbar, wie es die Audiobus-Richtlinien empfehlen.

Damit diese Anzeige möglich ist, müssen Sie der App das Anzeigen von Mitteilungen erlauben. Dies kann beim erstmaligen Aufrufen der App und der entsprechenden Nachfrage von iOS geschehen oder später im Bereich Mitteilungen der Geräteeinstellungen.

Unterstützung für Novation Launchpads

Beginnend mit Version 4.11 unterstützt Napo das Launchpad MK2, ab Version 4.17 auch das Launchpad Mini. Zwar war es schon zuvor möglich, die Knöpfe eines Launchpads als MIDI-Steuerelemente zu verwenden, aber jetzt kann Napo auch die Lampen der Knöpfe ansteuern. Sie können Ihre eigenen Knopf-Layouts und auf dem Launchpad MK2 auch eigene RGB-Farben definieren oder einen vordefinierten Standard installieren – weiteres hierzu ist im Benutzerhandbuch zu finden.

Unterstützung für Haltepedale

Auf Anwenderwunsch haben wir in Napo 4.11 Unterstützung für MIDI-Haltepedale eingebaut. Jedes Pedal, das als Controller 64 sendet, sollte es tun. Es muß nichts konfiguriert werden. Für unsere Tests haben wir ein Fatar PS-100 verwendet.

Automatisierte Nutzung durch andere Apps

Ab Napo 4.22 wird der Anwendungsfall, daß eine andere App, nennen wir sie AndereApp, eine Napo-App zum Abspielen von Musik nutzen möchte, durch ein URL-Schema vereinfacht. Dies läuft wie folgt:

  1. AndereApp öffnet eine gewisse URL, im Fall von Jeux d'orgues Mini etwa

    Napo.JeuxdorgMini://config/set?enableVirtualMIDI=1&...

    wobei ... für weitere Parameter steht, mit denen MIDI-Kanäle und anderes festgelegt werden.
  2. Die Napo-App wertet die Parameter aus und setzt die entsprechenden Einstellungen. Zuvor sichert sie die gegenwärtigen Einstellungen.
  3. Die Napo-App gibt die Kontrolle an AndereApp zurück.
  4. AndereApp kann nun über Virtuelles MIDI Noten- und Registerbefehle an die Napo-App schicken.
  5. Am Ende ruft AndereApp eine URL wie

    Napo.JeuxdorgMini://config/restore?...

    auf.
  6. Die Napo-App stellt die gesicherten Einstellungen wieder her.
  7. Die Napo-App gibt die Kontrolle an AndereApp zurück.
Nähere Einzelheiten gibt es gerne auf Anfrage.

MIDI-Probleme mit manchen Keyboards

Mit manchen Keyboards treten gelegentlich verlorene oder hängende Noten auf. USB-Keyboards, vor allem billige, scheinen anfälliger hierfür zu sein als Keyboards mit dem alten fünfpoligen Anschluß und einem MIDI-USB-Adapter. Es ist unklar, ob dies MIDI-Hardwareprobleme sind oder ein Fehler in CoreMidi. Verlorene oder hängende Noten können sogar in GarageBand auftreten, so daß vermutlich innerhalb einer Anwendung nichts dagegen getan werden kann.

When Napo zwei aufeinanderfolgende Note-an- oder Note-aus-Befehle für die gleiche Note auf dem gleichen MIDI-Kanal empfängt, zeigt es bis Version 4.19 stets eine Warnungmeldung. Ab Napo 4.20 kann der Umgang mit verschachtelten an-aus-Folgen eingestellt werden, siehe hierzu die Beschreibung des Schalters "Notennachrichten prüfen" im Abschnitt Allgemein – Verhalten der Einstellungen-Sicht im Benutzerhandbuch.

Probleme mit dem Tascam iU2-Interface

Ein Anwender hat von unzuverlässigen MIDI-Verbindungen und fehlendem Ton bei Verwendung eines Tascam iU2 mit einem iPhone 4 berichtet. Da dieser Anwender leider keine Verbindung zu uns aufgenommen, sondern sich nur in einer App Store-Rezension beschwert hat, hatten wir keine Gelegenheit, mehr über die Natur der Probleme zu erfahren und nach einer Lösung zu schauen. Eine Suche im Netz hat gezeigt, daß es mit dem iU2 Schwierigkeiten aller Art gibt, und daß Tascam dieses Gerät aus der Produktliste entfernt hat. Auf der Seite der eingestellten Produkte http://tascam.eu/en/downloads/archive/iU2 kann man lesen (datiert 01.10.2012):

Das iU2 kann nur mit iOS 4.3 oder iOS 5 auf einem iPad1, 2 oder iPhone 4 (S) benutzt werden.

Kein Hall ist nicht ganz ohne Hall

Die meisten Samplesets bestehen aus sogenannten nassen Samples, d.h. sie enthalten den Hall der Kirche. Dieser natürliche Hall ist auch schon im Attack- und Loop-Teil der Samples vorhanden, so daß man ihn auch dann nicht ganz loswerden kann, wenn man auf Kein Hall, iOS-Hall oder Faltungshall schaltet. Die einzige strenge Lösung hierfür wäre, die Orgelpfeifen für die Aufnahme in eine vollständig schalltote Kammer zu stellen, was kein gangbarer Weg ist.

Kein Hall schneidet mehr als nur den Hall weg

Selbst wenn man den Hall außer Acht läßt, hört eine echte Orgelpfeife nicht sofort zu klingen auf, wenn man die Taste freigibt. Der natürliche Ausklang der Pfeife geht verloren, wenn man mit Kein/iOS/Faltungshall spielt.

Es gibt keinen perfekten simulierten Hall

Jeder rechnerische Hall, der auf ein Signal angewendet wird, das eine Summe verschiedener Schallquellen ist, ergibt nicht den Klang, den man in einem echten Raum hätte, weil der echte Hall einer Schallquelle von ihrem Ort abhängt. Was man statt dessen bekommt, entspricht dem Klang einer Wiedergabe des Summensignals über einen Lautsprecher im simulierten Raum. Das ist insbesondere für Faltungshall der Fall. Für einen lebensechten Klang bräuchte man pfeifenabhängige Impulsantworten. All diese Impulsantworten aufzuzeichnen, ist jenseits des Möglichen, und die parallele Wiedergabe hunderter Faltungshalle mit derzeitiger Hardware nicht machbar. Nichtsdestotrotz ist Faltungshall die beste Simulation, die man bekommen kann, und seit Version 3.3 in Napo enthalten.

Einige Links